„Ich bin so und Du bist so und zusammen machen wir die Welt bunt – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in der Kita“
„Dafür bist du noch zu klein!“ – „Na, du kleines Dickerchen.“ – „Das versteht Samira nicht, die kann kein Deutsch.“ – „Wie sieht das denn aus, Nagellack für Jungs?!“
Jedes Kind soll Wertschätzung erfahren, in seiner Identität gestärkt werden und
Erfahrungen mit Vielfalt machen können. Es soll mit all seinen Eigenschaften
wahrgenommen und anerkannt werden. Hierbei stellt die Lernumgebung ein
wichtiges Orientierungssystem dar, denn insbesondere die pädagogische Fachkraft
als Bezugsperson vermittelt dem Kind direkt oder indirekt bestimmte Werte.
Was also können pädagogische Fachkräfte tun, um jegliche Form von Zugangs-
oder Lernbarrieren in ihren Einrichtungen abzubauen? Wie können sie die
Lernumgebung gestalten, damit sie Kindern eine positive Resonanz auf sich, ihre
Familien und ihre Familienkulturen ermöglicht? Welche Methoden und Materialien
sind geeignet, um Kinder zu einem kritischen Denken über Gerechtigkeit und
Fairness anzuregen?
Diskriminierungssensible Pädagogik in Bildung und Erziehung fordert von
pädagogischen Fachkräften hierbei eine erhöhte Sensibilität für eigene Vorurteile
und einseitige Vorstellungen, die sich auf die Qualität sprachlicher und nicht-
sprachlicher Handlungen auswirken und durch die Kinder beeinflusst und
ausgegrenzt werden können.
Im Fokus der Fortbildung stehen praxisnahe Methoden und Materialien zur Reflexion
der eigenen Haltung sowie die Gestaltung vorurteilsbewusster Interaktionen und
einer diskriminierungssensiblen Lernumgebung. Denn alle Kinder sind gleich – aber
jedes Kind ist besonders und benötigt sensitive Responsivität, individuelle
Wertschätzung und Unterstützung.
Status:
Kursnr.: BW-26-020
Beginn: Mo., 30.11.2026, 09:00 - 16:00 Uhr
Dauer: 1
Kursort: Goethestr. 8, Hamm
Gebühr: 235,00 € (inkl. MwSt.)